Blogger-Interview 10: Lebe, liebe, backe

von Anja Kohlgraf
Magst Du etwas zu Deiner Person sagen? Mein Name ist Maxi, eigentlich Maximiliane, und ich bin 33 Jahre alt. Ich wohne in Oer-Erkenschwick, das liegt an der Grenze vom Ruhrgebiet zum Münsterland, zusammen mit meinem Freund und einem kleinen Jack Russell Mix. Hauptberuflich bin ich Dipl. Verwaltungswirtin und arbeite als Beamtin bei einer Kommunalverwaltung. Das klingt jetzt irgendwie nach einem ganz spießigen Leben mit Haus, Hund und Garten. Ist es aber gar nicht. Mein Job als Fallmanagerin im Jobcenter (umfasst vom Grunde her die ganze Arbeitsvermittlung) ist sehr abwechslungsreich. Ansonsten bin ich ein unruhiger Geist und immer auf der Suche nach einer Beschäftigung.
Blogger-Interview 10
Seit wann bloggst Du und wie kam es dazu? Ich blogge seit Oktober 2015. Eine spontane Idee, die mir im Herbst kam. Den einen oder anderen Blog habe ich zu diesem Zeitpunkt regelmäßig gelesen, jedoch eher aus dem Bereich „Wohnen & Deko“. Foodblogs waren mir nur wenige bekannt. Meine Idee war zunächst die Veröffentlichung einer Rezeptsammlung für Familie, Freunde und Kollegen, die meine Rezepte immer wieder gerne nachgebacken haben. Zu diesem Zeitpunkt war mein Blog noch recht unprofessionell. Im Laufe der Zeit entwickelte sich hieraus ein Herzensprojekt. Ich fand Gefallen an der Foodfotografie, meine Fotos wurden besser und zwischenzeitlich bekam ich immer mehr positives Feedback von meinen Freunden, aber auch von fremden Menschen im Internet, die auf meinen Blog aufmerksam geworden sind. Die positiven Rückmeldungen motivierten mich, meine kleine „Rezeptsammlung“ auszubauen. Hier stieß ich bei meinem damaligen Anbieter jedoch schnell an meine Grenzen. Im Frühjahr 2017 habe ich daher beschlossen umzuziehen. Mein Blog hat eine Generalüberholung erhalten und seit Oktober 2017 ist „lebe, liebe, backe 2.0“ online. Über was bloggst Du? Bei mir dreht sich alles um das Thema backen. Hierbei stehen süße Rezepte im Vordergrund. Von Torten über Cupcakes bis hin zu Tartes und alten Klassikern ist alles dabei. Dein liebster eigener Blogbeitrag, an dem Dein Herz hängt?  In jedem meiner Beiträge, in den Fotos, im Gebäck, steckt viel Herzblut. Es gibt aber Beiträge, die ich mit besonders emotionalen Situationen verbinde. Torten, die ich als Überraschung verschenkt habe, zum Beispiel. Da wäre zum einen der maritime Dripcake, mit welchem ich meinen Papa zum Vatertag überrascht habe, zum anderen die Baby Shower Torte für meine Freundin. Immer, wenn ich die Torte sehe, muss ich an die Überraschungsparty denken und die vielen Tränchen, die gekullert sind, als sie plötzlich im Raum stand.
Blogger-Interview 10
Wenn Du nicht bloggst: Womit verbringst Du gerne Deine Zeit? Da ich einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe, nimmt meine Arbeit einen großen Teil meiner Zeit neben dem Bloggen ein. Ansonsten verbringe ich gerne Zeit im Garten, treffe mich mit Freunden, entspanne beim Yoga, laufe oder gehe ins Fitnessstudio. Außerdem reise ich gerne. Im Sommer verbringe ich meist ein paar Wochen in Kroatien. Hier habe ich meine zweite Heimat gefunden. Ansonsten mag ich Städtereisen genauso wie Norwegen. Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen? Das hängt natürlich von der Dauer des Aufenthaltes ab. Spontan fallen mir ein: eine Hängematte, meinen Herzensmensch und mein Notizbuch. Die Hängematte zum Entspannen. Von hier kann ich wunderbar aufs Meer hinausschauen und den Tag genießen. Mein Notizbuch, damit ich spontane Ideen gleich festhalten kann. Fernab des Alltags, dort, wo der Kopf frei ist, habe ich die besten Einfälle für Projekte und neue Rezepte. Und natürlich der Herzensmensch für die Seele, weil es einfach gut tut, wenn er dabei ist. Social Media – was bedeutet das für Dich?  Social Media Kanäle sind meiner Meinung nach gerade zur heutigen Zeit in Bezug auf meinen Blog für mich unverzichtbar. Mein Blog ist der Mittelpunkt, doch wie mache ich auf mich aufmerksam und bringe Leser zu meinem Blog? Hier kommen Social Media Kanäle ins Spiel. Ich kann durch Facebook und Co. den Kontakt zu den Lesern meines Blogs pflegen und viele neue Leser gewinnen. Daneben kann ich all die Dinge, die in der Regel keinen Platz auf meinem Blog finden, insbesondere auch Privates, auf meinen Social-Media-Kanälen teilen. Ich kann den Menschen zeigen, der hinter „lebe, liebe, backe“ steckt. Meine Hobbys und Interessen, Einblick in mein Leben geben. Hierzu sind die Instagram-Stories toll. Diese geben mir auch gleichzeitig einen Einblick in das Leben der Blogger, denen ich folge und man lernt die Menschen ein wenig kennen, die hinter den tollen Profilen stehen. Social Media bietet mir außerdem viel Inspiration und ist toll, um sich mit anderen Menschen auszutauschen, liebe Menschen kennenzulernen, sich zu vernetzen oder als Plattform für gemeinsame Projekte. Angefangen bin ich, zeitgleich mit der Veröffentlichung meines Blogs, mit einer Facebook-Seite. Instagram habe ich erst später für mich entdeckt. Gleiches gilt für Twitter. Das sind auch die Social-Media-Kanäle, die ich regelmäßig nutze. Social Media gehört zum Pflichtprogramm, macht aber auch gleichzeitig jede Menge Spaß. Facebook, Instagram, Twitter
Blogger-Interview 10
Was möchtest Du mit Deinem Blog erreichen / bewirken? Mein Blog ist in erster Linie ein großes Rezeptbuch. Ich versuche, durch ansprechende Fotos und ausführliche Anleitungen zum Nachbacken zu animieren. Backen ist nicht schwierig. Auch ein Anfänger kann einen ansprechenden Kuchen backen und muss hierfür nicht zwangsläufig auf eine Backmischung zurückgreifen. So habe ich zum Beispiel eine Anleitung zum Arbeiten mit Hefe auf meinem Blog. Hierzu habe ich viele positive Rückmeldungen erhalten. Ein persönliches Ziel mit meinem Blog verfolge ich nicht. Ich würde natürlich gerne noch mehr Leser erreichen und an meinen Blog binden. Wer möchte das nicht? Sonst blogge ich nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“. Ich durfte schon an tollen Events teilnehmen, habe ganz liebe Leute kennengelernt. Ich lasse mich überrasche und freue mich über das, was noch kommt. Was würdest Du jemandem empfehlen, der mit dem Bloggen anfangen möchte? Ich denke, zur heutigen Zeit ist es schwierig, Fuß zu fassen, aus dem Blogdschungel herauszustechen. Das sehe ich selbst. Vor ein paar Jahren waren Blogs noch Selbstläufer. Ausdauer und Geduld – davon braucht man gerade zu Beginn sehr viel. Es kann unter Umständen lange dauern, bis man Aufmerksamkeit auf sich zieht. In der Zwischenzeit sollte man nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern weitermachen. Die Zeit sinnvoll nutzen, um seinen eigenen Stil zu finden. sowohl den Schreibstil als auch den Stil seiner Fotos. Die Qualität der Beiträge und Bilder sowie die Optik des Blogs an sich spielen auch eine große Rolle. Hier sind Freunde und Bekannte Gold wert, die ein ehrliches Feedback geben. Und vor allem Eines würde ich noch raten: habt Spaß am Bloggern, vernachlässigt für Euren Blog aber vor allem nicht die Menschen um Euch herum. Die kann nämlich kein Erfolg der Welt ersetzen.

DANKE LIEBE MAXI, DASS DU DICH MEINEN FRAGEN GESTELLT HAST!

In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure
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