Vor Kurzem war bei uns im Wohnort Dorftrödel angesagt. Dafür wurde auch um Kuchenspenden für die Cafeteria gebeten. Das muss man mir natürlich nicht zweimal sagen. Eigentlich wollte ich einen Käsekuchen backen – aber davon gab es schon genügend angekündigte. So habe ich mich spontan für einen Apfelkuchen entschieden. Diesmal nicht mehr mit eigenen Äpfeln aus dem Garten, sondern mit gekauften. Wobei das aber auch nicht weniger lecker schmeckt. Ich habe mich für einen Rahm-Apfelkuchen entschieden. Und ich denke, dass der sehr gut geschmeckt hat. Als ich zu meiner „Verkaufsschicht“ kam war der nämlich bereits komplett weg. Man hat mir gesagt, dass er generell nicht sehr lange auf dem Buffet gestanden hat. Das werte ich mal als gutes Zeichen. Die einzelnen Zutaten jede für sich war definitiv lecker. Da konnte nicht viel schiefgehen.

Generell waren alle Kuchenspenden sehr schnell verkauft – und es waren wirklich nicht wenige. Für den nächsten Dorftrödel werde ich definitiv einen Blechkuchen backen, vielleicht hält der etwas länger. Meine Verkaufsschicht (die letzte an dem Tag) war recht einfach, da es nicht mehr viel gab außer Muffins, Marmorkuchen und einen nachträglich eingereichten Kirschkuchen. Ich habe definitiv mehr Kaffee und Kaltgetränke verkauft als Kuchen. Auf jeden Fall besser so als wenn am Ende viel Kuchen übrig geblieben wäre. Wobei wir echt riesiges Glück mit dem Wetter an dem Tag hatten. Sowohl für den Trödelmarkt als auch für die Cafeteria.

Hier jetzt das Rezept für meinen Rahm-Apfelkuchen:
Zutaten
Für den Boden:
- 200 g Dinkelmehl Typ 630
- 1/2 Päckchen Backpulver
- 75 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 100 g Butter oder Margarine
- 1 Ei Gr. M
Für den Belag:
- ca. 750 g Äpfel (ich habe Elstar verwendet)
Für den Guss:
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
- 75 g Zucker
- geriebene Schale einer Biozitrone
- 400 g Schlagsahne
- 1 Ei Gr. M
Zum Bestreichen:
- 3 EL Aprikosenkonfitüre
- 1 EL Wasser
Zubereitung
- Eine Springform mit 26 cm Durchmesser gut einfetten.
- Für den Teig die Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken des Rührgeräts oder den Händen zu einem Teig verkneten. Sollte er etwas kleben, legt ihn einfach für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Das war bei meinem nicht nötig.
- Die Hälfte des Teiges auf dem Boden der Form ausrollen. Den restlichen Teig zu einer Rolle formen, am Rand der Form entlang auf den Boden legen und zu einem ca. 3 cm hohen Rand andrücken.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und die Viertel auf der äußeren Seite mehrfach einritzen. Dabei nicht ganz durchschneiden.
- Die Apfelviertel auf den Boden dicht nebeneinander verteilen.
- Für den Guss Puddingpulver, Zucker und Zitronenabrieb miteinander verrühren.
- Nach und nach die Sahne dazu geben und mit dem Schneebesen klümpchenfrei verrühren.
- Zuletzt das Ei unterrühren.
- Den Guss über die Äpfel gießen. Dabei verschwinden die Äpfel ziemlich unter dem Guss (sie kommen aber wieder zum Vorschein beim Backen).
- Den Kuchen im unteren Drittel des Ofens für ca. 60 Minuten backen.
- Kurz vor Ende der Backzeit Aprikosenkonfitüre und Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und
- den fertig gebackenen und noch heißen Kuchen an der Oberfläche mit dem Guss einpinseln.
- Den Kuchen in der Form ca. 45 Minuten abkühlen lassen, danach am Rand der Form mit einem Streichmesser entlang fahren und den Rand lösen.
- Den Kuchen so komplett auskühlen lassen. Jetzt wäre er zum Umlagern noch zu empfindlich.
- Wenn er komplett abgekühlt ist, könnt Ihr ihn vorsichtig mit einem Tortenretter auf einen hübschen Teller umsetzen.
- Zum Schluss etwas Puderzucker auf dem Rand des Kuchens verteilen.

Mehr leckere Apfelkuchen-Rezepte findet Ihr in vielen Varianten natürlich auch hier auf meinem Blog. Ich verlinke Euch hier ein paar. Da werdet Ihr sicher für jeden Geschmack und jeden Anlass fündig.
In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

