Nachdem #neuekuchenklassiker zusammen mit Sarah auf Instagram vergangenen Monat krankheitsbedingt leider ausfallen musste, lassen wir die Aktion jetzt im Oktober wieder aufleben und haben uns den Klassiker Frankfurter Kranz vorgenommen. Ich habe ihn in Frankfurter Schnitten abgewandelt, denn vielleicht hat nicht jeder eine passende Backform für den Kranz zur Hand. Ein Backblech hat wohl jeder zur Hand, um die Basis zu backen. Ich habe mich gegen Biskuit entschieden und stattdessen mein immer wieder beliebtes Basisrezept verwendet. Das geht einfach, ist lecker und nicht zu trocken. Außerdem lässt sich der Boden sehr leicht zurechtschneiden und bröselt nicht übermäßig viel.

Frankfurter Kranz erinnert mich immer an meinen bereits verstorbenen Stiefvater. Für den habe ich diesen immer zu seinem Geburtstag gebacken. Für die Schnitten habe ich das ganze etwas abgewandelt. Zumindest beim Boden. Aber gerne könnt Ihr auch beim Original-Rezept vorbeischauen. Das gibt es schon seit mehr als 10 Jahren auf dem Blog!! Wow, wie schnell die Zeit vergeht…

Jetzt aber zum Rezept für die Frankfurter Schnitten:
Zutaten
Für den Boden:
- 4 Eier Gr. M
- 200 g Zucker
- 200 ml Milch
- 200 ml neutrales Speiseöl (wie Sonnenblumen- oder Rapsöl)
- 300 g Dinkelmehl Typ 630
- 2 TL Backpulver
Für die Buttercreme:
- 250 g zimmerwarme Butter
- 500 ml Milch
- 2 EL Zucker
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver zum Kochen
Sonstiges:
- 1 kleines Glas Kirschkonfitüre
- 1 Pck. Haselnusskrokant (oder selbstgemacht)
- 100 g Schlagsahne
- 12 Belegkirschen (oder wenn die Saison ist frische Sauerkirschen)
Zubereitung
- Aus der Milch, dem Zucker und den Vanillepuddingpulver nach Packungsanleitung einen Pudding kochen.
- Auf den heißen Pudding Frischhaltefolie auflegen (direkt auf den Pudding und nicht nur die Schüssel damit abdecken) und abkühlen lassen. Dieser Schritt kann auch sehr gut am Vorabend gemacht werden.
- Ein Backblech mit Backpapier auslegen und
- den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Eier mit dem Zucker für den Boden schaumig aufschlagen (je länger umso besser),
- dann Milch und Öl unter Rühren dazu geben.
- Mehl und Backpulver vermischen,
- in 3 Portionen zum Teig geben und verrühren.
- Den Teig auf dem Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene 25 Minuten lang goldgelb backen.
- Noch heiß den Rand mit einem Messer vom Backblech lösen, auf ein Gitter stürzen und das Backpapier abziehen.
- Den Boden erkalten lassen.
- In der Zwischenzeit die zimmerwarme Butter so lange aufschlagen, bis sie richtig hell geworden ist (mindestens 5 Minuten).
- Den Pudding unter Rühren löffelweise dazu geben.
- Den Boden an der langen Seite in drei Streifen schneiden (bei mir waren so die Streifen 14 cm breit).
- Den ersten Streifen auf eine Tortenplatte legen.
- Mit Kirschkonfitüre bestreichen,
- dann etwas mehr als 1/3 der Buttercreme darauf verteilen.
- Den zweiten Boden auflegen, wieder gefolgt von Kirschkonfitüre und wieder etwas mehr als 1/3 der Buttercreme.
- Den dritten Boden auflegen und nur mit der restlichen Buttercreme bestreichen.
- Auch die Ränder der Schnitten mit Buttercreme bestreichen und glattziehen.
- Den Krokant ringsum auf der Creme verteilen.
- Die Sahne steifschlagen.
- 12 Sahnetupfen aufspritzen und jeweils mit einer Belegkirsche verzieren.
- Bis zum Verzehr ca. 2 Stunden kühlstellen, damit die Buttercreme fester wird.

Ihr müsst auch nicht zwingend Sahnetupfen auf den Kuchen geben. Ihr könnt etwas Buttercreme dafür benutzen. Ich wollte aber so viel Füllung wie möglich im und um den Kuchen haben und habe diese somit komplett aufgebraucht. Da kam mir ein Rest Schlagsahne im Kühlschrank genau recht.
Die roten Belegkirschen sind nicht immer jedermanns Sache. Wenn die Saison dafür ist, könnt Ihr auch frische Sauerkirschen verwenden. oder verwendet einfach eine Nuss oder ein Stück Schokolade.
Oder Ihr seid ganz mutig und benutzt anstelle von Kirschkonfitüre Traubengelee. Dann könnt Ihr die Tupfen mit einer Weintraube krönen. Mit dieser Idee hatte ich auch geliebäugelt, mich dann aber für die klassische Sauerkirschkonfitüre entschieden.

Wenn Ihr Instagram nutzt, schaut unbedingt bei Sarah vorbei. Ihre Version ist auch sehr vielversprechend und sieht super lecker aus.
In diesem Sinne: „Cake it easy“, Rure


14 Kommentare
du mußt ja nicht nur den Boden in drei Streifen schneiden, du mußt dich auch noch jeden der drei Streifen in drei gleiche Schichten schneiden, sanut man sie beschmieren kann, das hast du vergessen, zu erwähnen!!!
Nein, muss man nicht. Denn was will man mit 9 Schichten??? Die 3 Streifen bilden die 3 Lagen!
Hallo zusammen,
ich habe eine kurze Verständnisfrage, bevor ich diesen Kuchen backen will: „Den Boden an der langen Seite in drei Streifen schneiden (bei mir waren so die Streifen 14 cm breit).“ Wie kann das gehen, liebe Anja, wenn es ein Blech in der Größe von 30 x 40 cm ist? Außerdem kann ich nur 10 fertige Kuchenstücke auf deiner Platte zählen, es sollen aber doch 12 werden. Ich hoffe, meine Frage kommt nicht allzu blöd daher. Liebe Grüße und weiterhin „Cake it easy“!
Nein, die Frage ist gar bucht blöd.
Mein Blech ist minimal breiter. Bei genau 40 cm sind es dann 13,3 cm pro Streifen.
Ich hatte 10 Stücke geschnitten. Da der Kuchen aber doch sehr mächtig ist, habe ich immer, wenn ich das Rezept nochmal gemacht habe, 12 daraus gemacht. Das war dann für uns die perfekte Größe.
Guten Abend
Habe die Frankfurter Schnitten gebacken suuuuuper gut das Rezept klasse herzlichen
Dank und weiterhin freue ich mich auf Rezepte danke
Grüße Gisela Wolf 🙋♀️
Das freut mich sehr.
Hallo, das Rezept ist super lecker. Allerdings ist bei mir der Boden nicht gleichmäßig dick geworden. Hast du einen Tipp, wie man den Teig gleichmäßig auf dem Blech verteilt bekommt? Viele Grüße Britta
Ich verteilen den gern mit einer Winkelpalette oder einem Tortenheber.
Was für eine Größe an Backblech hast du benutzt? Lg
Ein ganz normales mit ca. 30 x 40 cm.
Hallo, hat das Dinkelmehl Type 630 irgendeinen Vorteil gegenüber Weizenmehl Type 405?
Wir vertragen Weizenmehl generell nicht gut. Das ist für mich der Grund, so wenig Weizen wie möglichzu nuzen. Das Backverhalten ist ziemlich gleich.
hi, wie groß ist das Blech?
Ganz normales Backblech mit ca 30 x 40 cm. Der gebackenen Boden wird an den langen Seiten 2 x durchgeschnitten, um die drei Lagen zu bekommen.