Es gab schon länger wieder keinen Käsekuchen auf dem Blog. Also folgt hier das 123. Käsekuchen-Rezept. Yeah. Und da mein Garten mir immer noch Äpfel schenkt, habe ich die auch gleich mit verarbeitet. Herausgekommen ist ein Apfel-Kirsch-Käsekuchen in einer 30 x 30 cm Backform. Wenn Ihr diese nicht habt, könnt Ihr auch einen eckigen Backrahmen verwenden und den auf diese Größe einstellen.
Ich habe den Kuchen gebacken, als wir Besuch bekamen und allen hat er sehr gut geschmeckt. Es gibt im Teig eine ungewöhnliche Zutat – nicht wundern bitte. Diese ist aber nicht schwer zu beschaffen – es gibt sie in jedem gut sortierten Gewürzregal im Supermarkt.

Das Original-Rezept habe ich in einem Backbuch von Dr. Oetker gefunden und es für mich etwas angepasst. Ich wollte eindeutig mehr Äpfel verwenden. Und da ein Teil meines Besuchs nicht gerne Zimt mag, habe ich diesen etwas reduziert. Wie immer habe ich Dinkelmehl statt Weizenmehl verwendet. Das Buch kann ich Euch leider nicht verlinken, da ich es nicht mehr zum Kauf gefunden habe.

Jetzt aber zum Rezept für den Apfel-Kirsch-Käsekuchen:
Zutaten
Für den Streuselteig (der auch für den Boden verwendet wird):
- 500 g Dinkelmehl Typ 630
- 1 gestr. TL gemahlenen Zimt
- 1 Prise Salz
- 2 Messerspitzen Hirschhornsalz
- 300 g braunen Zucker
- 300 g Butter oder Margarine (zimmerwarm)
Für die Füllung:
- 3 große Äpfel (ich habe Boskop verwendet)
- 1 Glas Sauerkirschen (vorher gut abtropfen lassen)
- 80 g Zucker
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver zum Kochen
- 750 g Magerquark
- 3 Eier Gr. M
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Eine Backform von 30 x 30 cm mit Backpapier auslegen und am Rand fetten. Alternativ könnt Ihr einen Backrahmen auf ein Backblech geben und diesen auf 30 x 30 cm einstellen.
- Alle Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und mit den Knethaken Eurer Küchenmaschine oder des Handrührgerätes zu groben Streuseln verarbeiten.
- Die Hälfte der Streusel auf den Boden der Form verteilen und zu einem Boden andrücken. Das muss nicht ganz akkurat sein.
- Den Boden so für 15 Minuten lang vorbacken.
- In der Zwischenzeit Puddingpulver und Zucker mischen,
- Quark und Eier hinzugeben und alles mit einem Schneebesen gut verquirlen.
- Die gut abgetropften Kirschen unter die Quarkcreme heben.
- Wenn der Boden fertig vorgebacken ist, die Quarkmasse darauf verteilen.
- Die Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und in etwas dickere Scheiben schneiden.
- Diese auf dem Belag dicht verteilen.
- Den restlichen Streuselteig zu Streuseln zupfen und auf den Äpfeln verteilen.
- Bei der gleichen Backofen-Einstellung den Kuchen so für weitere 30 Minuten auf der mittleren Schiene zu Ende backen.
- Nach dem Backen den Kuchen auf dem Blech auskühlen lassen und erst dann, wenn er nur noch lauwarm ist (höchstens) den Backrahmen oder den Rand der Form entfernen.
- Vor dem Servieren in Stücke schneiden und genießen.
Anmerkungen
Hirschhornsalz kann nicht durch normales Salz ersetzt werden (den Fehler habe ich nur einmal gemacht). Hirschhornsalz ist ein Triebmittel ähnlich wie Backpulver. Ihr findet es im Gewürzregal im Supermarkt auch außerhalb der Vorweihnachtszeit.

Eine kleine Geschichte am Rande. Als ich mit Backen angefangen habe, wollte ich mal Lebkuchen backen. Dort kam auch Hirschhornsalz hinein. Ich dachte mir nur, dass ich das ja auch mit normalem Salz ersetzen kann, weil ich Hirschhornsalz nicht hatte. Groooooßer Fehler! Denn Hirschhornsalz ist ein Triebmittel ähnlich wie Backpulver und nicht einfach nur ein Salz. Ich muss Euch also nicht sagen, dass man mit meinen Lebkuchen damals einen Nagel hätte in die Wand klopfen können. :)

Ihr braucht mehr Inspiration für Apfelkuchen? Dann kann ich Euch helfen, denn es gibt auf dem Blog schon einige Rezepte für Apfelkuchen. Käsekuchen-Rezepte gibt es so viele, dass es dafür eine eigene Rubrik gibt.
In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

