Wir sind zu Beginn des Jahres in ein eigenes Haus umgezogen. Mit dem Haus haben wir auch einen Garten mit altem Baumbestand gekauft. Wir haben 1 Kirschbaum, 2 Pflaumenbäume und 4 Apfelbäume. Von den Apfelbäumen ist einer ein ganz alter Boskop-Baum (bei den anderen wissen wir die Sorten nicht). Und der trägt in diesem Jahr – im Gegensatz zu den anderen Apfelbäumen – extrem gut. Ein kleiner abendlicher Rundgang durch den Garten – nachdem ich wegen des Regens zwei Tage nicht nachgeschaut hatte – zeigte, dass schon die ersten Boskop-Äpfel reif waren. Ich habe also Fallobst aufgesammelt und einige Äpfel gepflückt. Daraus habe ich ein leckeres Kompott gekocht. Wir lieben Apfelkompott. Einen Teil habe ich beiseite genommen, um diesen Apfelmuskuchen vom Blech daraus zu backen.

Da der Baum wirklich sehr voll mit Äpfeln hängt, werde ich wohl noch öfter Apfelkompott kochen und damit backen. Zum Glück mögen hier alle Apfelkuchen sehr gerne. Oder Pfannkuchen mit Äpfeln. Und wenn mir ganz die Ideen ausgehen, werden sie zu Apfelsaft verarbeitet. Aber erst habe ich noch ein paar Apfelkuchen-Ideen.
Den Anfang macht dieses recht einfache Rezept für einen Apfelmuskuchen vom Blech. Natürlich müsst Ihr dafür das Kompott nicht selber kochen. Ihr könnt auch welches aus dem Glas verwenden. Solltet Ihr keine Stücke im Kompott mögen, dann könnt Ihr selbstverständlich auf Apfelmus ohne Stücke umschwenken.
Hier seht Ihr ein Bild meiner kleinen Ernte. Wobei klein relativ ist. Es waren gut 5 kg vor dem Schälen und Zurechtschnippeln. So pur essen mag ich die Äpfel nicht so gerne, dafür sind sie mir zu sauer. Ich bin da eher der Süß-Apfel-Esser…
Jetzt aber zum Rezept für den Apfelmuskuchen vom Blech:
Zutaten
Für den Teig:
- 550 g Dinkelmehl Typ 630
- 175 g Zucker
- 1 EL Vanillezucker
- 2 TL Backpulver
- 1 großzügige Prise Salz
- 2 Eier Gr. M
- 250 g weiche Butter (nicht geschmolzen)
Für die Obstschicht:
- ca. 750 bis 1000 g Apfelkompott oder nicht zu flüssiges Apfelmus (gekauft oder selbst gekocht)
Für den Guss:
- 250 g Puderzucker
- 3 EL Zitronensaft
- ca. 3 - 4 EL Wasser
Zubereitung
- Für den Teig alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine zu einen Mürbeteig verkneten.
- Zuletzt noch einmal mit den Händen durchkneten.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Rost in die Mitte des Ofens setzen.
- Das Backblech gründlich einfetten. Ich nutze dafür immer Backtrennspray, Butter oder Margarine gehen genauso gut.
- Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig halbieren.
- Eine Hälfte zuerst auf der Arbeitsfläche grob in Form ausrollen. Den "Feinschliff" gebe ich dem Teig dann mit einer kleinen Rolle noch einmal direkt auf dem Blech. Dabei einen Rand von ca. 1 cm ausarbeiten.
- Beim Heben des Teiges auf das Backblech müsst Ihr vorsichtig sein. Ein großer Tortenretter ist da sehr nützlich. Evtl. entstehende Risse könnt Ihr aber auf dem Blech noch nacharbeiten.
- Das Apfelkompott oder das Apfelmus auf den Teig geben.
- Den restlichen Teig vierteln und jedes Stück etwa auf die Größe von 13 x 17,5 cm ausrollen. Dabei den Rand immer wieder in Form drücken während des Ausrollens.
- Die vier Teigstücke mit einem Tortenretter vorsichtig auf das Kompott setzen. Wenn Ihr hinterher den Kuchen genau an den Nahtstellen in Stücken schneidet, fällt es gar nicht auf, dass die oberste Teigplatte nicht aus einem Stück besteht.
- Ich habe es zuerst mit zwei Teigplatten versucht. Aber auch die habe ich nicht unfallfrei auf den Kuchen rüber gehoben bekommen. Mit vier Stücken ging es viel leichter.
- Das Blech auf das Rost in der Mitte des Backofens geben.
- Den Kuchen ca. 30 Minuten lang backen, bis der Teigdeckel schön goldgelb ist.
- Das Blech aus dem Ofen nehmen und den Kuchen mindestens 30 Minuten lang abkühlen lassen.
- Danach den Puderzucker mit Wasser und Zitronensaft anrühren, bis er zäh fließend ist.
- Mit einem Pinsel oder einer Winkelpalette auf der Oberfläche des Kuchens verteilen.
- Nach Wunsch auf den noch feuchten Guss essbare getrocknete Blüten geben oder gehackte Mandeln.
- Bis zum Anschnitt komplett abkühlen lassen.
- In Stücke schneiden und servieren.
Anmerkungen
Mein Backblech in 26 x 39 cm ist ca. 4 cm tief und ich habe es günstig bei einem Discounter mal mit einer dazu gehörenden passenden Abdeckung gekauft, sodass der Kuchen einfach zu transportieren ist.

Ich habe auf den weißen Zuckerguss noch ein paar getrocknete essbare Blüten gestreut. Die sind aber wirklich rein optional und nur für’s Auge. Eigentlich hätte ich gerne einige gehackte Mandeln darüber gestreut – die hatte ich jedoch leider nicht im Haus und die Idee dazu kam mir – wie sollte es anders sein – erst nach dem Einkaufen.

Ihr könnt den Puderzuckerguss auch pur lassen – ganz wie Ihr es am liebsten mögt. Nur ganz würde ich auf den Guss nicht verzichten. Der gehört für mich unbedingt auf den Kuchen drauf. Wenn Ihr ihn noch süßer mögt, könnt Ihr den Zitronensaft durch die entsprechende zusätzliche Menge Wasser ersetzen.

Auf meinem Blog gibt es bereits einige verschiedene Apfelkuchen-Rezepte. Ich kann Euch versprechen: Es werden noch mehr hinzukommen. Denn Apfelkuchen geht einfach immer finde ich.
In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

