Manchmal muss es ein etwas besonderer Kuchen sein, der aber trotzdem nicht zu kompliziert ist oder? Da kommt dieser Apfel-Wein-Kuchen vom Blech genau zur rechten Zeit. Der klingt viel aufwändiger als er ist. Ihr solltet nur genügend Zeit zwischen den einzelnen „Lagen“ zum Abkühlen einplanen. Dann gelingt Euch dieser Kuchen ganz bestimmt. Der Boden ist dünn und knusprig. Und trotzdem weicht die Füllung diesen auch nach zwei Tagen noch nicht matschig durch.

Das Rezept stammt eigentlich aus einen ganz alten Backbuch – ich habe es für mich etwas angepasst. So hat der Kuchen uns, meinem Vater und meiner Stiefmutter ganz toll geschmeckt. Wobei der Wein nicht zu dominant war, man ihn aber trotzdem geschmeckt hat. Ich habe dafür auch keinen teuren Wein hergenommen, sondern einfach einen günstigen weißen Tafelwein aus dem Supermarkt.
Hier das Rezept für meinen Apfel-Wein-Kuchen vom Blech:

Zutaten
Für den Boden:
- 300 g Dinkelmehl Typ 630
- 50 g Speisestärke
- 1 gestr. TL Backpulver
- 150 g Zucker
- 1 EL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 Eier Gr. M
- 150 g Butter (oder Margarine)
Für die Apfelfüllung:
- 2 kg säuerliche Äpfel (ich habe Elstar verwendet)
- Saft einer Zitrone
- 3 Packungen Vanillepuddingpulver zum Kochen
- 150 g Zucker
- 2 EL Vanillezucker
- 500 ml Weißwein
- 500 ml Apfelsaft
Für den Guss:
- 3 Pck. Tortenguss klar
- 100 g Zucker
- 300 ml Weißwein
- 375 ml Apfelsaft
Für die Dekoration:
- 1 Becher Schlagsahne
- gehackte Pistazien
Zubereitung
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Für den Boden Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben.
- Die anderen Zutaten hinzufügen und
- alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Handrührgeräts zu einem Teig verkneten.
- Zum Schluss noch einmal mit den Händen durchkneten und zu einer Rolle formen.
- Ein tiefes Backblech mit den Maßen 30 x 40 cm fetten. Bei einem flachen Backblech einen eckigen Backrahmen benutzen. Ich habe auch bei einem tiefen Blech den Rahmen benutzt, da es so schöne gerade Kanten auf den oberen Lagen ergibt.
- Den Teig auf dem Blech gleichmäßig ausrollen und mit der Gabel mehrfach einstechen, damit er gleichmäßiger aufgeht.
- Das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und 15 Minuten lang backen.
- Während der Boden backt, könnt Ihr die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in kleine Würfel schneiden.
- Mit dem Zitronensaft übergießen, damit die Würfel möglichst nicht braun werden.
- Den Pudding nach Packungsangabe, jedoch mit den hier genannten Zutaten (Zucker, Vanillezucker, Weißwein und Apfelsaft) kochen.
- Die Apfelstücke unter den noch heißen Pudding rühren und alles gut mischen.
- Die Füllung auf dem vorgebackenen Boden verteilen und glattstreichen.
- Bei der gleichen Ofeneinstellung für ca. 40 Minuten zu Ende backen.
- Den Kuchen danach aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen.
- Für den Tortenguss diesen mit den hier genannten Zutaten nach Packungsaufschrift zubereiten und
- sofort danach über den ausgekühlten Kuchen gießen und glatt verteilen.
- Den Guss fest werden lassen.
- Vor dem Servieren die Sahne steif schlagen und in Tupfen dekorativ auf den Kochen aufspritzen. Ich habe mich für 16 Stücke entschieden und somit auch 16 Sahnetupfen auf dem Kuchen verteilt.
- Mit gehackten Pistazien bestreuen und servieren.

Wie viele Stücke Ihr aus dem Kuchen schneidet, bleibt Euch überlassen. Entsprechend dieser Anzahl solltet Ihr auch die Sahne in Tupfen aufspritzen, damit jedes Stück einen Tupfen in der Mitte hat.
Der Kuchen würde auch ohne Sahne super schmecken. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit und so schaut er einfach viel hübscher aus. Das gleiche gilt für die Pistazien. Die sind kein Muss.
Falls die Frage kommt, ob man bei diesem Kuchen unbedingt Wein verwenden muss: Ja, sonst wäre es kein Apfel-Wein-Kuchen. Wahrscheinlich geht die Zubereitung auch komplett mit Apfelsaft an Stelle von Wein. Nur dann passt auch der Name nicht mehr zum Kuchen. Technisch möglich sollte es sein.

Noch mehr tolle Rezepte für Blechkuchen findet Ihr in der entsprechenden Rubrik „Blechkuchen“ hier auf dem Blog.
In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

