Donauwellen oder Schneewittchenkuchen

von Anja Kohlgraf

Donauwellen habe ich gefühlt schon ewig nicht mehr gebacken. Es muss zumindest vor meinem Blogbeginn im November 2012 gewesen sein, denn sonst wäre das Rezept schon auf dem Blog. Also wurde es doch definitiv wieder Zeit dafür – zumal sich Besuch angekündigt hatte. Denn nur für uns daheim lohnt sich ein ganzes Blech Kuchen nun wirklich nicht. Es blieb sogar noch etwas übrig, womit ich ein paar Kollegen beglücken konnte.

Donauwellen

Wenn für Euch ein ganzes Blech auch zu viel ist, würde ich das Rezept halbieren und es in einer Springform mit 24 cm Durchmesser backen. 5 Eier lassen sich dabei nur schwer halbieren. Das könnt Ihr lösen, wenn Ihr die Eier in einem Becher verquirlt und von dieser Masse dann die Hälfte abwiegt. Aus dem Rest gibt es bei uns dann immer Rührei oder Omelette…

Ich weiß gar nicht genau, warum es die Donauwellen so lange bei uns nicht mehr gab. Sie sind irgendwie in Vergessenheit geraten. Dabei hat meine Mutter die immer sehr gerne gemacht. Sie hat sogar noch mit einer Gabel ein Wellenmuster in die Schokolade „gemalt“. Das Rezept von meiner Mutter verrate ich Euch sehr gerne. Es ist eines der wenigen, die mir von Ihr geblieben sind (neben Spritzgebäck und Tortenböden für Obstkuchen) und wird von mir gut gehütet. Es hat es also verdient, endlich auf meinem Blog veröffentlicht zu werden.

Donauwellen
Donauwellen

Donauwellen oder Schneewittchenkuchen

Donauwellen habe ich gefühlt schon ewig nicht mehr gebacken. Es muss zumindest vor meinem Blogbeginn im November 2012 gewesen sein, denn sonst wäre das Rezept schon auf dem Blog. Also… Drucken
Anzahl: 20 Stücke - 1 Backblech Zubereitungszeit: Backzeit:

Zutaten

Für den Teig:

  • 500 g zimmerwarme Butter oder Margarine
  • 275 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 5 Eier Gr. M
  • 400 g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 100 ml Milch
  • 30 g Kakaopulver
  • 50 ml Milch
  • 1 Glas Sauerkirschen

Für die Buttercreme:

  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver zum Kochen
  • 100 g Zucker (davon 30 g zum Anrühren des Puddingpulvers)
  • 400 ml Milch
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 250 g zimmerwarme Butter

Für die Glasur:

  • 400 g Zartbitterschokolade
  • 2 – 3 EL Rapsöl
  • Sprinkles / Zuckerstreusel nach Geschmack

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Zubereitung

Die Kirschen auf ein Sieb geben und gründlich abtropfen lassen. 

Den Pudding nach Packungsanleitung kochen, jedoch mit 400 ml Milch, dem Mark der Vanilleschote und 100 g Zucker.  Vom Zucker nehmt Ihr 30 g (ca. 2 EL), um das Pulver damit anzurühren. Nach dem Kochen den Pudding in eine Schüssel füllen und direkt auf den Pudding Frischhaltefolie legen. So bildet sich keine Haut. Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Diese Schritte kann man sehr gut bereits am Vorabend machen. Dann ist zur weiteren Verarbeitung alles genau richtig.

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.

Für den Kuchenteig die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig aufrühren. So lange rühren (mindestens 5 Minuten) bis die Butter heller wird. Dann die Eier einzeln dazu geben und gründlich verrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz mischen und löffelweise im Wechsel mit der Milch zum Teig geben und weiter rühren. Nur so lange rühren, bis sich alles verbunden hat. Sonst kann der Kuchen zäh statt weich und fluffig werden.

Die Hälfte des Teiges auf das Backpapier streichen. Das sieht recht wenig aus, aber der Kuchen geht sehr gut auf.

Unter die zweite Hälfte des Teiges den Kakao und die 50 ml Milch rühren. Den dunklen Teig auf den hellen verteilen und glattstreichen. Die Kirschen auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Dadurch entsteht das Wellenmuster im Teig.

Auf mittlerer Schiene 30 – 35 Minuten backen und danach komplett auskühlen lassen.

Für die Buttercreme die Butter mindestens 5 Minuten lang aufschlagen, bis sie merklich heller wird. Dann den gekochten und abgekühlten Pudding esslöffelweise unterrühren.

Die Buttercreme auf dem Kuchen verteilen und glatt streichen. Nun sollte der Kuchen für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Danach die Schokolade mit dem Öl über dem Wasserbad schmelzen und danach lauwarm abkühlen lassen. Erst dann auf der Buttercreme verteilen, damit diese nicht wieder flüssig oder weich wird. Wenn die Schokolade etwas angezogen hat, könnt Ihr noch Zuckerstreusel als Dekoration darauf verteilen. Besonders mein 5-jähriger Besuch mochte das sehr gerne.

Den  Kuchen noch einmal für ca. 30 Minuten kühl stellen, damit die Schokolade wieder fester wird – danach in Stücke schneiden und servieren.

Donauwellen

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Bei der Dekoration auf der Schokolade seid Ihr natürlich völlig frei. Ihr könnt – wie schon meine Mutter – ein Wellenmuster mit der Gabel einzeichnen, Schokoladen- oder Zuckerstreusel darauf verteilen oder es einfach „pur“ lassen – genau so, wie Ihr es am liebsten mögt.

Donauwellen

Wenn Ihr kein tiefes Backblech habt, könnt Ihr auch ein normales Blech nehmen und einen eckigen Backrahmen darauf stellen. Solltet Ihr keinen Backrahmen haben, könnt Ihr Euch einen selbst bauen. Dafür braucht Ihr nur mehrere Lagen Alufolie, die ihr zu einem möglichst stabilen Streifen faltet und als Rahmen auf das Backblech stellt.

In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

Signatur Anja von Meine Torteria
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