Meine Küche soll schöner werden, aufhübschen mit wenigen Mitteln (enthält Werbung)

von Anja Kohlgraf

Ich verbringe viel Zeit in der Küche – sehr viel Zeit. Dort spielt sich bei uns ganz viel ab und wenn wir unter uns sind, essen wir auch dort, anstatt alles ins Esszimmer zu tragen. Jedoch wohnen wir zur Miete und das sicher nicht bis an unser Lebensende. Wir haben die Küche vom Vormieter übernommen, der sie vom Vormieter übernommen hatte, der sie vom Vormieter übernommen hat. Ich habe recherchiert und denjenigen gefragt, der sie damals eingebaut hat (und glücklicherweise noch in der Nachbarschaft wohnt). Sie wurde 1974 montiert! Wow, sie ist fast so alt wie ich! Ich finde, dafür hat sie sich gut gehalten. Nur die Elektrogeräte sind selbstverständlich schon das eine oder andere Mal ausgetauscht worden. So auch der Herd und der Kühlschrank von uns. Ein Schrank musste bei uns auch der Spülmaschine weichen. Jetzt war es aber wieder Zeit für eine paar Änderungen frei nach dem Motto: Meine Küche soll schöner werden!

Auslöser war eine Werbung für Küchenrückwände von Stickerprofis.de,, die ich zufällig im Netz gefunden habe. Da war mein Bastlerherz gleich Feuer und Flamme. Nach einigen sehr netten Mails mit dem Team von Stickerprofis.de kam auch ganz schnell ein großes Paket mit der von mir gewählten Rückwand hier an. Bei den vielen hübschen Motiven war es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Aber da meine Küche eher klein ist, wollte ich es dezent und „unaufdringlich“ haben und wählte das Motiv „weiße Kacheln“.

Damit Ihr endlich seht, von was wir reden, hier ein paar Vorher-Bilder meiner Küche:

Meine Küche soll schöner werden!
Sehr schick die Baumfliesen.
Meine Küche soll schöner werden!
Und jede Menge „Zeug“ an der Wand an Stangen von den Vormietern.
Meine Küche soll schöner werden!

Meine Küche ist nicht nur „älter“, sondern auch nicht sehr groß. Die Fronten der Schränke sind eigentlich ganz dunkelbraun, da kam schon Klebefolie beim Einzug zum Einsatz. Die Fliesen an sich sind zwar noch okay, aber da waren so viele Löcher drin von den diversen Vormietern, das hat mich nur noch genervt. Von den Bäumen reden wir besser gar nicht!

Die Stangen an der Herdseite habe ich auch nur genutzt, weil sie eben da waren, genau wie die Halterung für den Pürierstab. Unter der silberen Abdeckung über der Spüle versteckt sich ein alter Wasseranschluss an der Wand und unter dem gelben Schild sind weitere 5 Löcher! So konnte es echt nicht weitergehen. Es war mir zu unruhig und unaufgeräumt.

Nur die dunkle Abschlusskante an der Arbeitsplatte erwies sich als harter Gegner; die war so gut verklebt, dass ich sie wohl oder übel lassen musste.

Los ging’s und erst einmal alles abräumen, abhängen und gründlich säubern. Bei der Gelegenheit ist die hässliche Lampe über der Spüle gleich mit demontiert worden. So leer sah es gleich besser aus, oder? Begleitet wurde die Aktion von so dunklen Wolken, dass ich glatt das Deckenlicht anschalten musste für die Fotos (sorry dafür).

Mit Hilfe meines Mannes habe ich die Folien dann zugeschnitten. Und das war viel Mess-Arbeit, da die Küche krumm und schief ist. Das Anbringen der Folie hingegen war fast ein Kinderspiel! Die Wand über der Spüle habe ich ohne Hilfe alleine bewältigt.

Ich habe mich für die Premium-Version der Folie für das perfekteste Ergebnis entschieden. Die ist für jeden Untergrund geeignet und 1,5 mm dick! Da sieht man hinterher nichts mehr von den Löchern und Fugen. Und die klebt wirklich sehr gut.

Die Folie hat zwar die Optik von weißen Kacheln oder Metrofliesen, aber das ist aufgedruckt. So entsteht hinterher eine ganz glatte und leicht zu reinigende Fläche, der auch Fettspritzer nichts anhaben können (mit tiefgekühlter Bratwurst getestet – grins).

Meine Küche soll schöner werden!
Meine Küche soll schöner werden!

Na was sagt Ihr? Ist das nicht eine krasse Veränderung? Mir gefällt es super. Mein Sohn hat mir zum Abschluss noch zwei flache Leuchten angebracht und in der Ecke hinter der Kitchenaid, die so unsagbar krumm war, dass es nicht mehr feierlich war, haben wir eine kleine Silikonfuge gesetzt. Sonst war es einfach nicht ordentlich hin zu bekommen.

Über der Spüle ist unter dem Radio noch ein Einlegeboden eingezogen, auf dem einiges verstaut werden kann, was vorher an der Wand hing oder auf der Arbeitsfläche stand (wie z. B. die Küchenrolle).

Wer sich wundert, wo meine Kaffeemaschine sich versteckt (wo ich doch ein Kaffeejunkie bin): Die steht separat auf der dem Herd gegenüber liegenden Wand vor meiner Dschungeltapete. Ich habe mir quasi meine eigene kleine Kaffee-Ecke gebaut. In den beiden weißen Einschüben unter der Kaffeemaschine befinden sich die am meisten genutzten Fotorequisiten.

Ich finde die Aktion „Meine Küche soll schöner werden!“ ist uns sehr gut gelungen. Ohne die Hilfe von Mann und Sohn wäre es zwar wahrscheinlich auch möglich gewesen, aber es hat es doch sehr viel einfacher gemacht. Die Küche wirkt freundlicher, aufgeräumter und – im Rahmen der Möglichkeiten – moderner. Ich hatte kurz überlegt, auch die Arbeitsplatte auszutauschen, aber die ist eigentlich noch super in Ordnung. Das kann also noch ein Weilchen warten. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden, wie es jetzt aussieht. Und: Ich habe viel mehr Arbeitsfläche dazu gewonnen!

Inklusive aller Vorarbeiten hat es mich 5 Stunden Arbeit gekostet (davon mindestens 2,5 Stunden Ausmessen…). Ich habe keine Löcher zugespachtelt oder ähnliches. Und die alten Fliesen nur mit ganz normalem Reiniger aus dem Supermarkt gesäubert. Da kamen keine aggressiven Reiniger zum Einsatz.

Danke liebes Team von Stickerprofis.de für Ihre Unterstützung bei der Realisierung dieses Projekts und für das geduldige Antworten auf meine Fragen. Ihr seid super!

In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

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2 Kommentare

Katharina 10. März 2022 - 12:40

Liebe Anja, dass nenne ich mal eine sehr hübsche und klevere Veränderung. Zudem finde ich es eine tolle Alternative. Ich wusste gar nicht das es solche Fließenfolie gibt, die zugleich so dick ist. Zeugt von guter Qualität, werde ich mir definitiv mal im Hinterkopf behalten. Danke für deinen ausführlichen Bericht, toll! Ganz liebe Grüße Katharina

Antworten
Anja Kohlgraf 10. März 2022 - 12:46

Dankeschön.

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