Buchrezension: „Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen backen“ und daraus ein Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

von Anja Kohlgraf

Ich habe mal wieder einen Buchtipp für Euch. Okay, es ist kein ganz neues Buch. Aber vielleicht kennt Ihr es noch nicht. Ich habe es über das Bloggerportal von Randomhouse zum Rezensieren angefordert. Aber ich hätte es mir auch jederzeit selbst gekauft. Es stand schon länger auf meiner Wunschliste. Und weil heute in den USA der Tag des Schokoladenkuchens ist, habe ich mir als Testobjekt aus dem Buch einen Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf ausgesucht. Mehr dazu und natürlich auch das Rezept findet Ihr weiter unten.

Lasst uns erst einmal in das Buch hinein schauen:

Buch Melissa Forti Backen
Buch Melissa Forti Backen
Buch Melissa Forti Backen
Buch Melissa Forti Backen

Was schreibt der Verlag dazu?

»Mehr Italien kann man in ein Stück Kuchen nicht reinbacken.« Tim Mälzer

Mit warmen Empfehlungen von Tim Mälzer: 100 einzigartige italienisch inspirierte Kuchen und Torten in opulentem Vintage-Look.

In Sarzana, zwischen Cinque Terre und der Toskana, erfüllte sich Melissa Forti mit ihrem eigenen Tea Room einen Lebenstraum. In barocker Vintage-Ästethik werden dort mit unglaublich viel Liebe zum Detail die Früchte ihres großen Backtalents präsentiert. Opulente Schöpfungen wie kandierte Maronen-Tarte, Feigen-Mascarpone-Kuchen oder Orangen-Meringue-Torte finden sich neben traditionellen italienischen Süßwaren wie Cantuccini, Tiramisu und Parrozzo. 

Melissa Fortis ausgefallene Kuchen und Torten vereinen nicht nur alles, was italienische Backkunst hergibt, mit einer modernen Note, sondern lassen auch Einflüsse ihrer langjährigen Wahlheimaten Los Angeles und London spüren. Klassiker wie Carrot Cake, Brownies oder American Cheesecake entstehen hier in zeitgenössischer italienischer Manier, aber es gibt auch zahllose Familienrezepte und köstliche Eigenkreationen, die ihresgleichen suchen. Die 100 besten und beliebtesten Rezepte finden sich in Melissa Fortis erstem Backbuch, das den Zauber ihres romantischen Tea Rooms einzufangen weiß. Grandios-atmosphärische Aufnahmen der zauberhaften Köstlichkeiten in zeitgemäßer Bildsprache, verwoben mit Einblicken in die romantische Welt Melissa Fortis, verführen dazu, sofort selbst zu Rührbesen und Backform zu greifen.

  • Originaltitel: The Italian Baker
  • Originalverlag: Quadrille
  • Mit Vorwort von Tim Mälzer
  • Hardcover, Pappband, 224 Seiten, 18,5 x 24,5 cm, 220 farbige Abbildungen
  • ISBN: 978-3-7913-8382-8

Was schreibe ich dazu?

Das Buch ist schon von der Optik und von der Haptik ganz besonders. Ich kann das gar nicht beschreiben. Der dicke Einband liegt so gut in der Hand und fühlt sich einfach nur toll an.

Der Inhalt gliedert sich in:

  • Einführung
  • Vorwort
  • Dall‘ Italia – Eine Sammlung von Rezepten aus meiner Heimat Italien
  • Dal Mondo – Eine Auswahl von Rezepten aus der ganzen Welt
  • Da Melissa – Eine Zusammenstellung von Rezepten aus meiner persönlichen Sammlung
  • Register
  • Dank

Die Bilder im Buch sind einfach toll – jedes sollte man genauer betrachten. Denn es gibt so viele liebevolle Details, die man erst bei genauem Hinsehen erkennt. Die Rezepte sind einfach gegliedert und sehr gut beschrieben. Da dürfte erst einmal nichts schief gehen, wenn man in der Einführung die kleinen Tipps gelesen hat (z. B. Temperatur ist für Umluftöfen, Eier immer in Größe L nehmen etc.).

Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

Ehrlich gesagt, war ich etwas erschrocken, als der Whiskey-Schokoladen-Kuchen sich nach dem Abkühlen dazu bequemte, aus der Form zu kommen. Das ging nicht von selbst, da musste ich schon etwas rütteln. Aber dann flutschte mir der tiefschwarze Kuchen nur so entgegen. Er sah fast schon verbrannt aus. Dabei roch er doch so gut und machte bei der Stäbchenprobe gar nicht den Eindruck, aus Beton zu sein… Es lag wohl an dem Kakao, mit dem man die Backform nach dem Fetten ausstäuben soll. Ich kann Euch versichern, er schmeckt in keinster Weise verbrannt oder angekokelt! Und auf dem Bild im Buch war er auch sehr dunkel. Etwas Puderzucker darüber gestreut und schon schaut er viel freundlicher aus.

Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

Ich habe mal wieder einen Buchtipp für Euch. Okay, es ist kein ganz neues Buch. Aber vielleicht kennt Ihr es noch nicht. Ich habe es über das Bloggerportal von Randomhouse… Drucken
Anzahl: ca. 10 Stücke Zubereitungszeit: Backzeit:

Zutaten

120 ml Whiskey
230 g zimmerwarme Butter
105 g Backkakao (plus etwas extra zum Ausstäuben der Form)
400 g Zucker (nicht erschrecken, aber das muss rein bei dem vielen Kakao)
2 Eier Gr. L
1 TL Vanillepaste
280 g Weizenmehl
1 TL Salz
1 1/4 TL Natron
Puderzucker zum Bestäuben

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Zubereitung

Den Whiskey in einem Topf erhitzen, dann die Butter und den Kakao dazu geben und mit dem Schneebesen so lange rühren, bis die Butter geschmolzen ist. Die Mischung vom Herd nehmen und den Zucker unter Rühren dazu geben. So lange weiterrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann die Mischung in eine Schüssel umfüllen, beiseite stellen und abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen, eine Gugelhupfform gründlich fetten und mit Kakaopulver ausstäuben.

Die Eier zusammen mit der Vanillepaste ca. drei Minuten lang hell und dickcremig aufschlagen. 

Mehl, Natron und Salz mischen.

Die Whiskey-Butter-Mischung zu den Eiern geben und auf niedriger Stufe beides miteinander verrühren. Das Mehlgemisch über die Masse sieben und mit einem Teigschaber unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Form geben und auf mittlerer Stufe ca. 45 bis 50 Minuten backen. Meiner brauchte exakt 50 Minuten. Eine Stäbchenprobe gibt Euch jedoch Sicherheit.

Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

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Anmerkungen

Geeignet ist jede Gugelhupfform - meine ist von Nordic Ware. Die Formen dieser Firma finde ich besonders hübsch.

Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

Auf dem Bild könnt Ihr ganz gut sehen, wie saftig der Kuchen innen ist! Ein Traum. Vom Whiskey bleibt nur das Aroma, der Alkohol verfliegt beim Erwärmen, wenn Ihr den Teig zubereitet, und erst recht beim Backen. Ich bin eigentlich kein Freund von hochprozentigem Alkohol – weder zum Trinken noch im Kuchen. Aber man merkt ihn hier wirklich gar nicht. Vom besonderen Geschmack einmal abgesehen. Kleinen Kindern würde ich den Kuchen vielleicht sicherheitshalber doch nicht anbieten – da gibt es genug kinderfreundlichere Alternativen.

Whiskey-Schokoladen-Gugelhupf

Wenn Ihr jetzt partout keinen Whiskey mögt, könnt Ihr diesen auch durch einen Weinbrand ersetzen – das schmeckt sicher auch gut. Mit Milch würde ich den Alkohol nicht ersetzen, da geht Aroma verloren. Würdet Ihr den Kuchen mit Whiskey probieren Oder lieber nicht? Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich getraut habe.

In diesem Sinne: „Cake it easy“, Eure

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2 Kommentare

Elke 28. Januar 2019 - 17:15

Liebe Anja,

der Kuchen ist mega lecker.

Das Buch muss wirklich klasse sein.

Liebe Grüße
Elke

Antworten
Anja Kohlgraf 28. Januar 2019 - 17:43

Ich mag das Buch sehr!

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